StammlösungenStammlösungen werden eingesetzt zur Herstellung von Verdünnungen und Mischungen. Sie besitzen daher in der Regel eine hohe Konzentration. Für die laborinterne Arbeitsweise ist es vorteilhaft, wenn alle Stammlösungen eine vergleichbare Konzentration besitzen. Für die Arbeit mit Stammlösungen werden drei Funktionen bereitgestellt:
Herstellen einer StammlösungFertig gekaufte Lösungen werden über die Funktion Aufnahme einer fertigen Stammlösung" katalogisiert. Aus Reinsubstanzen herzustellende Stammlöusngen werden unter diesem Menüpunkt in die Datenbank aufgenommen. Für die Herstellungsprozedur besteht einer Vorgabe durch den Systemadministrator. Dieser legt fest, ob Stammlösungen einer festen Zielkonzentration, ob nach Volumen oder nach Gewicht hergestellt werden (s. Sysop-Funktionen). Die Herstellungsprozedur gliedert sich in folgende Arbeitsschritte:
SubstanzauswahlDie Substanz muß als Reinsubstanz vorliegen und katalogisiert sein. Unter Verwendung von Wildcards (*) kann nach der gewünschten Substanz gesucht werden. Sind für die Substanz schon Stammlösungen vorhanden, so werden diese aufgelistet. Eine vorhandene Lösung kann ersetzt oder aber eine neue hergestellt werden. LösungsmittelauswahlAus der Liste der Lösungsmittel mit den zugehörigen Dichte-Werten ist das zum Auffüllen zu verwendende Lösungsmittel auszuwählen. Ist das gewünschte Lösungsmittel nicht katalogisiert, so muß der Systemadministrator erst den entsprechenden Eintrag vornehmen. Auswahl des HerstellungsmodusStammlösungen können auf drei unterschiedlichen Arten hergestellt werden.
Identitätskontrolle der ReinsubstanzZur Identitätskontrolle und zur Erfassung der entnommenen Menge wird die Reinsubstanz gewogen. Stimmen aktuelles Gewicht und Katalogwert nicht überein obwohl es sich um die Reinsubstanz handelt, wird der Katalogeintrag nicht wie bei den Lösungen und Mischungen aus der Datenbank entfernt; das Kataloggewicht wird vielmehr aktualisiert. Lösungsmittelvorlage und Einwaage der ReinsubstanzVor der eigentlichen Einwaage wird das Fläschchen für die Stammlösung tariert. Hierzu ist das Fläschchen mit der von SubCon zugeteilten Nummer zu kennzeichnen und nach Nullpunktseinstellung der Waage auf die Waage zu stellen. Nach der Tarierung kann der Anwender Lösungsmittel vorlegen. Dies empfiehlt sich beispielsweise bei der Einwaage leicht flüchtiger Standardsubstanzen. Das gewählte Lösungsmittel sollte jedoch nicht so flüchtig sein, daß der Verdampfungsverlust während der Reinsubstanzeinwaage einen signifikanten Fehler nach sich zieht. Die Vorlage wird gewogen. Anschließend wird die Reinsubstanzmenge überführt. Maßgebend für die spätere Konzentrationsberechnung ist die tatsächliche Einwaage (Bei der Herstellung von Mischungen ist die entnommene Menge an Stammlösung maßgebend). Wird später auf eine Zielkonzentration aufgefüllt, dann prüft SubCon, ob bei der eingewogenen Menge das maximale Füllvolumen der Flasche überschritten wird. Ist dies der Fall, dann ist der gesamte Vorgang zu wiederholen. Auffüllen der StammlösungNach Beendigung der Reinsubstanzeinwaage berechnet SubCon die für das Erreichen der Zielkonzentration benötigte Lösungsmittelmenge und deren Gewicht. Der Anwender wird aufgefordert, bis zu diesem Endgewicht aufzufüllen. Der Auffüllvorgang wird optisch durch einen Füllstandsanzeiger und akustisch unterstützt. Die vom Systemverwalter festgelegte Toleranz für das Überfüllen der Lösung darf nicht überschritten werden. Aus dem Gewicht der Lösungsmittelvorlage, der Einwaage und dem Gewicht des Auffüllvolumens und der Dichte des Lösungsmittels berechnet SubCon die exakte Konzentration. Rückwägung der ReinsubstanzDie Reinsubstanz wird zurückgewogen, das Kataloggewicht aktualisiert und die Entnahme in der Log-Datei dokumentiert. DokumentationAbschließend wird das Aktionsprotokoll zum Ausdruck bereitgestellt. Es beinhaltet alle Angaben, mit denen der Herstellungsprozeß nachvollzogen werden kann. Die gesamte Aktion wird zudem automatisch in der Log-Datei dokumentiert. |