Mutterkornalkaloide

Als Mutterkornalkaloide oder Ergotalkaloide bezeichnet man eine Gruppe von Mykotoxinen (Pilzgiften) die durch den Schlauchpilz Claviceps purpurea vorwiegend auf Getreide, insbesondere Roggen, gebildet werden.

Die infizierten Getreidekörner (Mutterkörner) sind meist dunkler gefärbt und größer als die gesunden Getreidekörner und  können müllereitechnisch gut aussortiert werden. Trotzdem wurde in 2003 über erhöht Gehalte an Mutterkornalkaloiden in Getreide und Mehlen berichtet. Ein Grund hierfür scheint eine Veränderung der Mutterkörner zu sein: offenbar sind sie jetzt heller und kleiner und somit schwerer auszusortieren.

Die Gruppe der Mutterkornalkaloide umfasst eine Reihe von Substanzen wie Ergotamin, Ergocristin, Ergokryptin, Ergonovin, Ergocornin und andere mehr, die pharmakologische Wirkungen besitzen (Krämpfe, Lähmungen, Nekrosen, Psychosen) und in hohen Dosen auch tödliche Folgen haben können.

Die Untersuchung auf die fünf o.g. Mutteralkaloide erfolgt in unserem Labor mit LC-MS/MS. Die Bestimmungsgrenzen liegen zwischen 10 und 50 µg/kg pro Alkaloid.

 

 

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