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ESBO (CAS 008013-07-8) steht für epoxydiertes Sojabohnenöl. Es dient als Weichmacher und Stabilisator von PVC und wird in den Dichtmassen von Kunststoffdeckeln verwendet. Von dort kann es in die Lebensmittel migrieren. Wegen seiner hohen Lipophilie gilt dies insbesondere für fetthaltige Lebensmittel. In die Diskussion gelangte ESBO auf Grund dänischer und schweizer Untersuchungen, bei denen in Pesto, Pastasoßen und Thunfisch in Öl Mengen nachgewiesen wurden, die den Migrationsgrenzwert von 60 mg/kg Lebensmittel deutlich überschritten. Das Scientific Committee on Food (SCF) hat 1999 auf der Basis eines No observed adverse effect level (NOAEL) von 140 mg/kg Körpergewicht und Tag eine zulässige tägliche Aufnahmemenge (TDI) von 1mg/kg Körpergewicht ermittelt. ESBO ist weder kanzerogen noch genotoxisch und hat keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit oder die Entwicklung des Foetus. Die EFSA1 stellt sich heute auf den Standpunkt, dass die ESBO-Exposition für eine erwachsene Person unterhalb des TDI liegt. Neben der Untersuchung auf Phthalate und Adipate stellt die Analyse von ESBO einen Standardparameter für die Qualitätsprüfung von Kunststoffen in Deckeln und anderen Verpackunkgsmaterialien für Lebensmittel dar. Die Analyse erfolgt nach der Methode von Castle et al.:Analysis of epoxidised soya bean oil additive in plastics by gas chromatography; J. of Chromatogr. 437, 274-280 (Quantifiziert gegen epoxid. Sojabohnenöl (Linolsäure)). Ihre Ansprechpartner für die Untersuchung von Verpackungsmaterialien sind Herr Dr. Andreas Mattulat (amattulat@sofia-gmbh.de) und Herr Dr. Lipinski (jlipinski@sofia-gmbh.de).
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